FRIEDE AUF ERDEN

Montag 22. Dezember 2003, 19:09 Uhr

Kolumbianische Guerilla lässt fünf ausländische Geiseln frei


Bogotá (dpa) - Die kolumbianische Guerillabewegung ELN hat fünf ausländische Geiseln freigelassen, die sie seit mehr als drei Monaten in ihrer Gewalt hielt. Die fünf gehörten zu einer Gruppe von insgesamt acht Ausländern, die am 12. September im Norden des Landes verschleppt worden waren. Unter ihnen war auch die Deutsche Reinhilt Weigel, die zusammen mit einem Spanier am 24. November freigelassen wurde. Ein Brite entkam den Rebellen am ersten Tag.
Sachlich korrigiert durch Otger Weigel

 


Eines der unzähligen Dramen auf unsere Erde, welches nun zufällig einmal uns berührte, hat ein glückliches Ende gefunden. Wir danken noch einmal allen beteiligten stillen und offiziellen Helfern für ihr unermüdliches Engagement.

Wir wünschen auch, dass die sozialen Missstände im Gebiet der Sierra Nevada de Santa Marta, welche durch diese Aktion der Weltöffentlichkeit bekannt und durch den Bericht der humanitären Verhandlungskommission, unter Führung der katholischen Kirche, angeprangert wurden, beseitigt werden. Wir hoffen, dass die kolumbianische Regierung mit Hilfe der internationalen Staatengemeinschaft die politischen Wege suchen und finden wird, um den vierzigjährigen Bürgerkrieg im Lande zu beenden.

Nicht verschweigen möchten wir aber, dass wir es eines Nationalen Befreiungsheeres (Ejército de Liberación Nacional, ELN) nicht für würdig und angemessen halten, sich zur Verwirklichung ihrer Ziele, an relativ harmlosen Ausländern und politisch unbedeutenden Rucksackreisenden zu vergreifen. Das stellen wir auf die gleiche Ebene, wie die Entführung eines Kleinkindes aus der Fussgängerzone, durch einen Erwachsenen.